Leadership-Tagung
Leadership - MehrWert für das Unternehmen" lautet das Motto der Tagung, die die Sektion Wirtschaftspsychologie am 6. und 7. Juli 2007 in Kooperation mit der Akademie der Industrie- und Handelskammer (IHK) München in deren Räumen veranstaltet.
Auf dem Hintergrund des Spannungsfelds zwischen Leadership, Ethik und Ökonomie geht es um den aktuellen Stand der wirtschaftspsychologischen Forschung zum Thema Leadership und praktische Erfahrungsberichte von Unternehmen unterschiedlicher Größe.
Bekannte Vertreter aus der Wirtschaft berichten über die Auswirkungen guten Leaderships auf Unternehmen. Über die direkte Führung von Mitarbeitern hinaus verändert es auch die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, wie Professor Claus Hipp, Inhaber des Babynahrungsherstellers Hipp-Werke darstellt. Martin Hibsch, Executive Director bei einer Auslandstochter von E.ON, spricht über die positive Wirkung wertorientierter Führung als verbindendes Element über Landes- und Sprachgrenzen hinweg. Top-Führungskräfte aus weiteren erfolgreichen Unternehmen, z. B. Schreiner-Group, Media Saturn Holding, Vodafone, aber auch von der mittlerweile insolventen BenQ berichten über ihre eigenen Erfahrungen mit werteorientierter Führung in unterschiedlichsten Unternehmenssituationen.
Einen Überblick über die internationale Leadership-Forschung liefert Professor Felix Brodbeck. Er ist derzeit Chair of Organizational und Social Psychology an der Aston Business School in Großbritannien und voraussichtlicher Nachfolger von Professor Lutz von Rosenstiel an dessen Lehrstuhl an der Ludwigs-Maximilian-Universität in München. Aus der Perspektive der wirtschaftspsychologischen Marktforschung erläutert Andreas Schubert, Vorstand der Psychonomics AG, warum bei der Wahl "Deutschlands beste Arbeitgeber" das Vertrauen der Mitarbeiter in die Führungskräfte und deren Glaubwürdigkeit eine zentrale Rolle spielen. Dr. Andreas Mojzisch von der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Georg-August-Universität Göttingen erläutert die neuropsychologische Erklärung für Empathie, Vertrauen und Authentizität. Er entwickelt auch interessante Zukunftsszenarien für die Unsetzung dieser Erkenntnisse in Unternehmen. Einen weiteren Aspekt zum werteorientierten Führen behandelt ein Beitrag des Jesuiten Prof. Michael Bordt, Rektor der Hochschule für Philosophie.
Unterschiedliche Präsentationsformen sollen die Teilnehmer nicht nur informieren, sondern auch zum Reflektieren und "Mitmachen" ermutigen. Dazu gehören neben Vorträgen auch Podiumsdiskussionen, Aktionstheater und moderierte Transferübungen.
"Wir Wirtschaftspsychologen wollen bewusst unsere Kompetenz im Bereich Leadership zeigen und dadurch das Feld deutlich in der Öffentlichkeit besetzen", sagen Madeleine Leitner und Dr. Annette Glitz, die diese Tagung initiiert und konzipiert haben. "Darüber hinaus möchten wir die wirtschaftspsychologische Forschung dazu anregen, dem Thema Leadership wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken".

